Schmerztherapie
Wohlbefinden und Lebensgefühl hängen unmittelbar mit der Gesundheit des Menschen zusammen. Das individuelle Schmerzempfinden und der Umgang mit Schmerz sind ebenso individuell wie der Mensch selbst.
Durch das sogenannte Schmerzgedächtnis kann sich das individuelle Schmerzempfinden im Laufe eines Lebens verändern.
In der Orthopädie sind in den meisten Fällen Verletzungen und Erkrankungen die Ursache für Schmerz und man unterscheidet weiters, ob der Schmerz akut oder chronisch ist.
Ich biete selbst eine Vielzahl an ambulanten und stationären Schmerzbehandlungen an und kooperiere mit Kollegen anderer Fachrichtungen, um das für Sie beste Ergebnis zu erzielen. Lassen Sie Kreuzschmerzen und Wirbelsäulenschmerzen nicht Ihren Alltag bestimmen. Lassen Sie sich jetzt beraten und behandeln!
Infiltrationstherapie
Schmerzen gezielt behandeln

Bei Überlastungssyndromen, Entzündungen oder Gelenkabnutzungen (Arthrose) kann das jeweilige Gelenk mit einer Infiltrationstherapie behandelt werden. Dabei werden Kortison und ein Lokalanästhetikum in das betroffene Gelenk eingebracht, um den Schmerz sofort maßgeblich zu lindern und die Entzündung zu therapieren.
Mit dieser Behandlung kann häufig bereits nach der ersten Infiltration eine Beschwerdefreiheit über einen längeren Zeitraum erreicht werden. In manchen Fällen muss die Infiltration innerhalb von einer bis vier Wochen wiederholt werden, um eine länger anhaltende Beschwerdefreiheit zu erreichen.
Hochfrequenz Denervation
die Möglichkeit einer längerfristigen Lösung
Haben konservative Behandlungen bei spezifischen Rückenschmerzen zu keiner akzeptablen und dauerhaften Schmerzlinderung verholfen, bietet die Anwendung der Hochfrequenz Denervation (HF-Ablation) der Facettengelenke die Möglichkeit einer längerfristigen Lösung.
Überlastung, altersbedingter Verschleiß oder Fehlhaltungen der Wirbelsäule können die sogenannten Facettengelenke und die umliegenden sensiblen Nerven entzünden. Mediale Nervenzweige leiten von eben dort die Schmerzempfindung ans Gehirn weiter.
Bei der HF-Facetten Denervierung (Hochfrequent Denervation) werden die feinen Nervenenden (mediale Zweige), die für die Schmerzübertragung verantwortlich sind, vorübergehend blockiert und somit daran gehindert, Schmerzsignale ans Gehirn weiterzuleiten. Für den Patienten wird dadurch die Schmerzwahrnehmung vermindert und die Beschwerden subjektiv gelindert.

Stationäre Schmerztherapie
Schmerzen, das Sprachrohr unseres Körpers
Wenn der Schmerz zum ständigen Begleiter wird und ambulante Therapiemaßnahmen nicht mehr ausreichend sind, können wir unseren Patienten eine stationäre Schmerztherapie im Sanatorium anbieten.
Ziele der Schmerztherapie:
- Zum einen gilt es, den Schmerz zu stoppen und das Schmerzgedächtnis zu löschen.
- Zum anderen wird darauf abgezielt, die Ursache zuverlässig zu beheben.
Während Ihres Aufenthalts im Sanatorium wird mit gezielten Behandlungen auf akute oder chronische Schmerzen des Bewegungsapparates eingegangen. Diese Therapien werden von mir individuell auf Ihre Beschwerden abgestimmt, geplant und organisiert. Ich begleite Ihren Aufenthalt im Sanatorium mit täglichen Visiten, bei denen ich mir ein genaues Bild Ihrer Genesungsfortschritte mache und die weitere Abstimmung Ihrer Behandlung koordiniere.
Physiotherapie
Verbesserung der Lebensqualität durch Bewegung

Physiotherapie mit ihren verschiedenen Anwendungsbereichen hilft, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit zu verbessern, wiederherzustellen und/oder zu erhalten. Sie bietet eine sinnvolle Ergänzung oder auch Alternative zu einer operativen oder medikamentösen Behandlung.
Uns ist es wichtig, während einer laufenden Therapie in engem Kontakt mit den Physiotherapeuten zu stehen, um gemeinsam das beste Ergebnis für Sie als unseren Patienten zu erzielen. Wir arbeiten sehr erfolgreich und Hand in Hand mit bestens ausgebildeten Physiotherapeuten zusammen, denen die Qualität der Therapie und das Wohlergehen der gemeinsamen Patienten ebenso am Herzen liegt wie uns.
Häufige Fragen zu Infiltrationstherapie
Was ist eine Infiltrationstherapie?
Die Infiltrationstherapie ist eine gezielte, minimalinvasive Behandlung zur Linderung von Schmerzen am Bewegungsapparat. Dabei werden Medikamente direkt an die schmerzverursachende Stelle injiziert, beispielsweise in ein Gelenk, an eine Sehne oder in die Nähe einer gereizten Nervenwurzel.
Durch die gezielte Injektion können Schmerzen gelindert und Entzündungen beeinflusst werden. Die Behandlung kommt häufig dann zum Einsatz, wenn Physiotherapie oder Medikamente alleine nicht den gewünschten Erfolg bringen.
Die Therapie erfolgt ambulant und kann – je nach Ursache der Beschwerden – eine sinnvolle Ergänzung zu weiteren konservativen Behandlungen sein.
Bei welchen Beschwerden wird eine Infiltrationstherapie eingesetzt?
Eine Infiltrationstherapie kann bei unterschiedlichen akuten und chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt werden.
Dazu zählen unter anderem:
- Rückenschmerzen und Wirbelsäulenbeschwerden
- Gelenkschmerzen, zum Beispiel bei Arthrose
- Bandscheibenbedingte Beschwerden
- Sehnenreizungen und Entzündungen
- Schmerzen nach Überlastungen oder Verletzungen
Ob eine Infiltration sinnvoll ist, hängt von der genauen Ursache der Beschwerden ab und wird nach einer orthopädischen Untersuchung individuell entschieden.
Wie wirkt eine Infiltration gegen Schmerzen?
Die Medikamente wirken direkt an der schmerzenden Stelle. Ein örtliches Betäubungsmittel kann häufig für eine rasche Schmerzlinderung sorgen, während
entzündungshemmende Wirkstoffe gereizte Strukturen beruhigen und Entzündungsprozesse reduzieren können.
Durch die direkte Behandlung der betroffenen Stelle können Schmerzreize vermindert, Beschwerden gelindert und die Beweglichkeit verbessert werden.
Dadurch wird der Einstieg in weitere wichtige Maßnahmen wie Physiotherapie oder gezieltes Training erleichtert und die Wiederherstellung der Funktion unterstützt.
Wie läuft eine Infiltration beim Orthopäden ab?
Die Behandlung dauert meist nur wenige Minuten und erfolgt ambulant in unserer Ordination.
Die schmerzende Struktur wird lokalisiert und nach sorgfältiger Desinfektion mit einer feinen Nadel gezielt behandelt.
Bei Bedarf erfolgt die Injektion unter Ultraschallkontrolle für eine besonders präzise Platzierung.
Nach einer Infiltration an der Wirbelsäule bleiben Sie zur kurzen Nachbeobachtung noch etwa 20 Minuten in der Ordination.
Welche Medikamente werden verwendet?
Welche Medikamente eingesetzt werden, richtet sich nach Ursache, Diagnose und Beschwerden. Häufig kommen lokale Betäubungsmittel zur schnellen Schmerzlinderung und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz.
Je nach Situation können auch kortisonfreie Injektionsbehandlungen eine geeignete Alternative darstellen.
Die Auswahl der Therapie erfolgt immer individuell nach Befund und persönlichem Gesundheitszustand.
Welche Risiken oder Nebenwirkungen hat die Infiltartionstherapie?
Die Infiltrationstherapie gilt als etablierte und gut verträgliche Behandlung bei Schmerzen im Bewegungsapparat.
Nach der Injektion können vorübergehend leichte Schmerzen, Druckgefühl, Rötung oder eine Schwellung an der Einstichstelle auftreten. Schwerwiegende Komplikationen sind selten.
Vor der Behandlung werden mögliche Risiken und die für Sie passende Vorgehensweise ausführlich besprochen.
Was muss man nach einer Infiltration beachten?
Die behandelte Region sollte nach einer Infiltration am selben Tag geschont und stärkere Belastungen vermieden werden.
Normale Alltagsbewegungen sind meist möglich, intensive sportliche Aktivitäten oder starke körperliche Belastungen sollten jedoch vorübergehend pausiert werden.
Nach einer Infiltration an der Wirbelsäule bleiben Sie zur kurzen Nachbeobachtung noch etwa 20 Minuten in der Ordination.
Bei ungewöhnlichen Beschwerden wie zunehmenden Schmerzen, Fieber, deutlicher Schwellung oder Rötung sollten Sie Ihre behandelnde Ordination kontaktieren.
